Karfreitag

Jesus Christus ist eine Person, die tatsächlich vor ca. 2000 Jahren gelebt hat. Das zeigen verschiedene historische Quellen. Also, ob Jesus gelebt hat, ist keine Frage des Glaubens, sondern geschichtliche Wirklichkeit.

Vom Leben Jesus wissen wir auf jeden Fall: Er wurde gekreuzigt. Auf eine qualvolle Art ist er hingerichtet worden. Das schreibt nicht nur die Bibel, sondern das berichten auch Geschichtsschreiber.

Wir wissen also gesichert: Jesus hat gelitten. Und daran denken wir heute, am Karfreitag. Wir stellen unterschiedliche Situationen dar und laden ein zum Gebet. Denn: Auch unser Leben ist nicht frei von Leid, von Qual und von Not.

Aber wir glauben auch, dass wir in diesem Leid und in dieser Not nicht von Gott verlassen sind, sondern dass er uns hilft das Leid zu überstehen.

 

Gemeinschaft

Foto Sebastian Staendecke, modern-props.de / pixelio.de:

Streit, Streit, Streit. Immer wieder gibt es Streit, wenn wir in unserer Familie zusammenkommen. Auch Eltern und Kinder streiten sich in unterschiedlichen Konstellationen. Verletzungen und Tränen, Wut und Verzweiflung machen sich breit. Und dabei wollen wir doch nur eine Gemeinschaft, die uns stärkt und in der wir uns wohl fühlen.

Wir beten für alle, die unter dem dauernden Streit leiden und Gemeinschaften, insbesondere Familien als Ort der Tränen erleben.

 

Vorbilder

Der Herkules in Kassel / Foto: Marcus Brauer / pixelio.de

Toni Groß ist mein großes Vorbild; andere finden Dieter Bohlen verehrenswert. Auch unser Papst Franziskus ist für viele Menschen ein Vorbild. Für viele sind auch die Eltern oder Großeltern Vorbilder, die das eigene Leben prägen.

Wir beten für alle, die Vorbilder sind, dass sie sich ihrer Verantwortung bewusst sind.

 

Seelsorgerinnen und Seelsorger

Foto: Lupo / pixelio.de

Elisa ist fünf Jahre alt. Kurz nach der Geburt haben viele Freunde und Bekannte gesagt: Das Kind sind ganz aus, wie der Vater. Noch heute sagen viele zu Elisa: „Du hast das Gesicht deines Vaters!“. Als sie den Satz wieder hörte, ging sie langsam weinend in die Ecke, und die Tränen kullerten die Wangen hinunter. „Was ist passiert?“, fragte der Vater. „Ich habe nicht dein Gesicht, Papa, ich habe mein eigenes Gesicht!“

Wir beten für alle, die sagen: Du bist gut so, wie du bist! Und für alle, die ihr eigenes Gesicht haben.

 

Missbrauch

ein "tränendes Herz" / Foto: Dirk Schelpe / pixelio.de

„Kirche ist eine Täterorganisation“, so hört man oft in Gesprächen rund um das Thema Missbrauch. Sicherlich ist da etwas dran: Überall wo Machtverhältnisse herrschen, wo es schlechte Geheimnisse gibt und Beziehungen im Vordergrund stehen, ist die Gefahr, die zu Missbrauchen groß.

Wir beten für alle, die sexualisierte, körperliche oder seelische Gewalt erfahren oder erfahren haben.

 

Sich auf den Weg zum Glauben machen

Taufstein in einer Kirche / Foto: Wilfried Giesers / pixelio.de

Eine Braut erzählt: „Ich bin in einem atheistischen Haus groß geworden. Und dann machte mein Partner mir den Heiratsantrag. In weiß heiraten – ohne Kirche? – das fand ich seltsam. Ganz oder gar nicht, habe ich mir gedacht und habe mich taufen lassen. Ich habe mich auf den Weg des Glaubens gemacht.“

Wir beten für alle, die sich auf den Weg des Glaubens machen.

 

Zusammenhalt in der Gesellschaft

Foto: Rike / pixelio.de

Ostereiersuche ohne Oma und Opa, Familienfeier in kleinstem Kreis, draußen nur zu zweit – unser Leben hat sich seit einigen Wochen sehr verändert. Warum? Weil der Corona-Virus die Welt verseucht? Oder: Weil die Regierung uns das Verhalten vordiktiert? Ja, bestimmt wäre es ohne Virus und ohne Reaktion der Regierung anders. Aber ganz viele Menschen halten sich an die Vorgaben und verzichten auf soziale Kontakte – so schwer es fällt. Und warum? Weil wir als Gesellschaft Verantwortung füreinander, für unsere Älteren und Schwächeren übernehmen. Danke! Danke für die gegenseitige Verantwortung:

Wir beten für alle, die Verantwortung für Mitmenschen übernehmen und so dem Leid entgegenstehen.

 

Rassismus

Nicht zuletzt durch die AfD wurden rassistische Stammtischparolen gesellschaftsfähig. Viele Menschen fühlen sich selbst bei uns in Deutschland nicht mehr sicher und haben Angst.

Wir beten für alle, die aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion, Herkunft oder sonst irgendeines Merkmales herabgewürdigt werden.

 

Gute Tat – auch ohne Glauben

Foto: Damaris / pixelio.de

„Ich glaube zwar nicht an Gott, aber die Tafel, die bedürftige Menschen mit Lebensmittel versorgt, unterstütze ich gerne“, sagt einer, der sich ehrenamtlich engagiert. So gibt es viele Menschen, die Nächstenliebe leben.

Wir beten für alle, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind und für alle, die Hilfe anbieten.

 

Hoffnungslosigkeit

Foto: sassi / pixelio.de

Ein sechszehnjähriges Mädchen schreibt in ihrem Abschiedsbrief: „Familie scheiße, Freunde scheiße, Schule scheiße – ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr!“

Wir beten für alle, die ohne Hoffnung sind.

 

Europa

Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Die Welt wächst zusammen: Wir reisen, wohin wir wollen; wir kaufen, was wir wollen; wir arbeiten und studieren, wo wir wollen. Das alles – zumindest bis vor kurzem – scheinbar ohne Grenzen. Die europäische Idee hat viele Vorteile gebracht, und insbesondere in der jetzigen Corona-Krisen-situation spüren wir, dass das kleine nationalistische Denken zu Ende ist.

Wir beten für alle, die sich für Europa einsetzen.

 

Corona-Krise

Foto: Thommy Weiss / pixelio.de

Zwischen „Ich treffe mich trotzdem – mir kann doch nichts passieren“ und totaler Isolation erleben wir gerade ganz viel. Vernünftigerweise soziale Kontakte vermeiden, dass ist das Interesse der Regelungen, um möglichst viele Menschen vor dem Tod zu retten.

Wir beten für alle, die durch den Virus erkrankt sind.

Wir beten für alle, die einen lieben Menschen durch den Virus verloren haben.

 

Notleidende, Kranke und Schwache

Foto: Martin Jäger / pixelio.de

Krankheit und Not gibt es immer und überall. Armut verschärft die Probleme.

Wir beten für alle, die arm, krank oder schwach sind.

 

Flüchtlinge

Foto: Uwe Duwald / pixelio.de

„Aus Angst als Bombenfutter zu dienen, habe ich mein Land verlassen. Ich hoffe, einfach nur Leben zu können.“ Ein bedrohtes Leben, ist oft Grund für eine Flucht aus Todesangst. Alles zurücklassen, Frau und Kinder, Hof und Hund, um nach einer Möglichkeit zu suchen, ein lebenswertes Leben aufzubauen.

Wir beten für die vielen Menschen, die aus Angst ihre Heimat verlassen.

Für alle, die sich für Menschen einsetzen, die ein neues zu Hause suchen.

 

Klimawandel

Foto: Versonnen / pixelio.de

„Schaffen wir das Zwei-Grad-Ziel?“ Das ist eine Frage, an der wir den Klimawandel messen. Dabei dürfen wir nicht vergessen: Es gibt schon zu viele Menschen und Regionen auf unserer Erde, die Opfer des Klimawandels sind. Naturkatastrophen nehmen zu und vernichten wiederum Leben und Lebensräume.

Wir beten für alle, deren Leben durch den Klimawandel schlechter geworden ist.

Für alle, die sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen.

10
Apr

Geschrieben am: 10.04.2020

Von: Redaktion

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