„grenzenLOS“ in Koblenz

Kirche der Jugend X-ground bringt Jugendlichen Thema Flucht näher

Wie ist es eigentlich, eingepfercht auf dem Boot einer Schlepperbande über das Mittelmeer zu fliehen? Was erwartet die Flüchtlinge, wenn sie in Deutschland ankommen? Und worin liegen die Ursachen für ihre Flucht? Um diese Fragen Jugendlichen und jungen Erwachsenen näher zu bringen, hat die Kirche der Jugend X-ground im Koblenzer Rauental unter dem Motto „grenzenLOS!“ einen „Mitmachparcours“ zum Thema Flucht angeboten. Schulklassen ab Klassenstufe 8 und Gruppen aus Pfarreien oder Verbänden waren eingeladen, den Parcours zu entdecken und so die Situation der Flüchtlinge besser zu verstehen.

„Da es mittlerweile in vielen Klassen Kinder aus Flüchtlingsfamilien gibt, haben wir es uns vom Team der Kirche der Jugend zur Aufgabe gemacht, die Fluchtursachen altersgerecht zu beleuchten“, sagt Gemeindereferent Ralf Schneider-Eichhorn, Initiator des Projektes. So habe der Parcours deutlich machen wollen, wie Lebenswege von Flüchtlingen aussehen können und mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Ganz plastisch hätten die Jugendlichen etwa erlebt, dass „blindes Vertrauen“ oft in eine Sackgasse führe: eine Führung mit verbundenen Augen endete so vor einer Polizistenpuppe. Das Angebot von x-ground solle dazu beitragen, dass Jugendliche sich eine eigene Meinung bilden und deshalb besser mitreden können, betont Schneider-Eichhorn.

Nach einem gemeinsamen Einstieg galt es beim Stationenspiel Flucht, die Fluchtproblematik „selbst“ zu erfahren. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen konnten sich darüber austauschen, was sie mitnehmen sollen, welche Gefahren ihnen auf dem Weg begegnen, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Im zweiten Teil thematisierte der Parcours die Situation von Flüchtlingen und deren Probleme in ihrer Heimat und hier in Deutschland. Hier illustrierten Zahlen die hohe Zahl der Binnenflüchtlinge, die in Nachbarländern aufgenommen werden – im Falle Syriens vor allem auch im Libanon und der Türkei. Auch die Hürden eines Asylantragsverfahrens in Deutschland und die damit verbundenen Einschränkungen wie fehlende Arbeitserlaubnis oder Ortsgebundenheit wurden beleuchtet.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer von Firmgruppen, einer Klasse der Clemens-Brentano Schule oder auch einer Gruppe Theologie-Studenten der Universität Koblenz seien positiv gewesen, sagt Schneider-Eichhorn. „Mit diesem Angebot möchten wir als Kirche der Jugend einen Beitrag dazu leisten, dass Flüchtlinge mit ihren Anliegen und ihren Hoffnungen auf ein besseres Leben bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen auf ein besseres Verständnis stoßen. Das gehört zu unserem Auftrag als Kirche.“

17
Mär

Geschrieben am: 17.03.2015

Von: Martin Laskewicz

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“Es braucht eine neue Sprache, eine neue Art, die Dinge zu sagen.”Papst Franziskus

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