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Mit Regentonnen die Festung zum Beben bringen

Über 100 Jugendliche trommeln beim „Trashmob 2014“ in Koblenz

Ein Jahr lang haben sie in ihren Schul-AGs die Regentonnen gerockt, dann ging es zum Abschlusskonzert auf den Ehrenbreitstein.

Dumm-dumm-dumm – Trommelklänge lassen die Festung Ehrenbreitstein erbeben: Über 100 Schülerinnen und Schüler und einige Lehrer haben am 23. Juli das Abschlusskonzert des „Trashmob 2014“ auf dem Festungsgelände aufgeführt. Ein ganz besonderes Konzert, wie das englische Wort „trash“ (Müll) in „Trashmob“ bereits verrät: Die Schlaginstrumente sind in diesem Fall große grüne Regentonnen. Ein Jahr lang haben die Jugendlichen von 11 bis 18 an ihren Schulen in Arbeitsgemeinschaften (AGs) mehrmals im Monat geprobt. Träger der Aktion sind die FachstellePlus für Kinder- und Jugendpastoral Koblenz, die Kirche der Jugend Koblenz X-ground und Haus Wasserburg. Gefördert wurde das Kulturprojekt aus Mitteln des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Konzentriert stehen die Jugendlichen in ihren bunten T-Shirts mit den Schlagzeug-Stöcken in der Hand, den Blick fest auf ihren musikalischen Leiter Alex Sauerländer gerichtet. „Eins – zwo – drei – vier“ kommt das Einsatz-Kommando und ein eingängiger Rhythmus bringt die Füße der Zuschauerinnen und Zuschauer zum Mitwippen. Von Sambarhythmen über anspruchsvolle Mambo- und Shufflegrooves bis Rock ist alles dabei. Sauerländer ist Schlagzeuglehrer an der Musikschule Koblenz und hat die Idee des Trashmob entwickelt. Das Musikmachen auf Instrumenten aus Müll sei keine neue Idee, aber das pädagogische Konzept dahinter schon: „Die Jugendlichen sehen einfach, das Musik Disziplin braucht und es sich lohnt, an Dingen akribisch zu arbeiten, um am Ende auf der Bühne zu stehen und diesen warmen, ehrlichen Applaus zu bekommen.“ Gemeinsam mit Sauerländer riefen vor zwei Jahren Melanie Gehenzig vom Haus Wasserburg und Marc-Ansgar Seibel von der FachstellePus für Kinder und Jugendpastoral des Bistums Trier das Projekt gemeinsam ins Leben. „Trashdrumming ist eine gute Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen ohne musikalische Vorbildung und ohne kostspielige Instrumente die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam Musik zu machen und Teamfähigkeit zu lernen“, sagt Gehenzig.

Der 17-jährige Uluahn Görmüs von der Carl-Benz-Schule BBS Technik Koblenz hat erst nur mitgemacht, weil es eine Abwechslung vom Schulunterricht war, sagt er. „Aber dann hat es mir immer mehr Spaß gemacht – also habe ich es durchgezogen.“ Sein Mitschüler Jan Kolte, 16, hat seit der ersten Probe Spaß an dem ungewöhnlichen Trommeln gehabt. Antonia Kretzer, 13, von der Bischöflichen Realschule Koblenz hat vor allem wegen der „ganz neuen Erfahrung“ mitgemacht. „Ich spiele zwar schon Gitarre aber ich wollte gern mal was Neues ausprobieren. Mich hat gefreut, dass uns heute so viele Leute zuschauen kamen.“
Seibel vom Bistum Trier freut sich über den Erfolg der Jugendlichen. „Wir wollen von der Kirche niedrigschwellige Formen finden, mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen. Dafür sind Musikprojekte super geeignet. Langfristig junge Leute zu binden ist schwierig – das ist in vielen Vereinen nicht anders. Über solche Projekte und Events geht das noch. In diesem Fall ist das Ganze auch nachhaltig. Die Tonnen bleiben an den Schulen und die AGs werden weiter mit dem Konzept arbeiten.“

Beteiligt waren die Theodor-Heuss-Realschule Plus Wirges, die Geschwister-Scholl-Realschule plus Andernach, die Bischöfliche Realschule Koblenz, die Goethe-Realschule plus Koblenz, die Albert-Schweitzer-Realschule plus Koblenz, die Heinrich-Roth-Realschule plus Montabaur und die Carl-Benz-Schule BBS Technik Koblenz.

24
Jul

Geschrieben am: 24.07.2014

Von: Martin Laskewicz

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“Es braucht eine neue Sprache, eine neue Art, die Dinge zu sagen.”Papst Franziskus

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